GEDANKEN

Was sind Gedanken?

- Ein Gedanke ist ein unmittelbares Sinngebilde des Denkens. Die sprachliche Form des Gedankens ist der Aussagesatz.

In dieser Hinsicht bezeichnet der Gedanke ein Ergebnis, Produkt des Denkprozesses in Form eines Urteils oder eines Begriffs, der im idealen Fall das Allgemeine in der Masse der Einzeldinge widerspiegelt, das Wesentliche, Gesetzmäßige in der Vielfalt der Erscheinungen der den Menschen umgebenden Welt fixiert.

„Gedanke“ und „Tat“ werden einander gelegentlich gegenüber gestellt. Viele Philosophen betonen aber, dass Gedanken in Wechselwirkung mit den gesammelten Kenntnissen im Laufe der praktischen und wissenschaftlichen Tätigkeit zur Umgestaltung der Wirklichkeit führen können. Ein Gedanke ist im Gegensatz zu einer Tat in keinem Fall strafbar.

Zitate:

  • Die Seele hat die Farbe deiner Gedanken. - Marc Aurel
  • Kein Gedanke ist immun gegen seine Kommunikation, und es genügt bereits, ihn an falscher Stelle und in falschem Einverständnis zu sagen, um seine Wahrheit zu unterhöhlen. - Theodor W. Adorno
  • Meine Gedankenwelt, das heißt die Gesamtheit S aller Dinge, welche Gegenstand meines Denkens sein können, ist unendlich. - Richard Dedekind
  • Versuchen Sie das einmal: stellen Sie sich die Aufgabe, nicht an einen weißen Bären zu denken, und Sie werden sehen, der Verwünschte wird Ihnen in einemfort einfallen. - Fjodor M. Dostojewski

 

DIE GEDANKEN SIND FREI!!!

Aber Achtung!!!

Achte auf deine Gedanken,
denn sie werden Worte.

Achte auf deine Worte,
denn sie werden Handlungen.

Achte auf deine Handlungen,
denn sie werden Gewohnheiten.

Achte auf deine Gewohnheiten,
denn sie werden Charakter.

Achte auf deinen Charakter,
denn er wird dein Schicksal.

Gibt es das Schicksal?


Was ist das Schicksal?

- Das Schicksal, auch Geschick, umfasst ein weites Begriffsfeld dessen, was den Lebenslauf des Menschen darstellt oder beeinflusst:

  • Einerseits wird als Schicksal eine Art personifizierte höhere Macht begriffen, die ohne menschliches Zutun das Leben einer Person entscheidend beeinflusst. Beispiel: „Das Schicksal meint es gut mit ihr“, „Er wurde vom Schicksal dazu bestimmt“, „Das Schicksal nahm seinen Lauf“, oder der Schicksalsschlag als Handlung der Macht.
  • Andererseits versteht man unter Schicksal aber auch die nicht beeinflussbare Bestimmung als persönliches Attribut, das Los eines Menschen oder einer Gruppe von Menschen. In diesem Sinne ist es der Inbegriff unpersönlicher Mächte. Beispiel: „Sie hat ein trauriges Schicksal“

In den meisten Kulturen gilt das Schicksal als unausweichlichen Schicksalsschlag:

  • In der Mythologie entwickelte sich der Gedanke des Schicksals als personifizierte Macht (die Schicksalsgottheiten), die sowohl das individuelle Leben als auch den Weltlauf beherrschen, und das Schicksal dem Menschen „schicken“.

Die Einstellung gegenüber dem Schicksal reicht

  • von völliger Ergebung (Fatalismus)
  • über den Glauben an seine Überwindbarkeit (nimmer sich beugen, / kräftig sich zeigen / rufet die Arme / der Gottheit herbei – so Goethe)
  • bis zur völligen Willensfreiheit des Individuums (Voluntarismus)

Aus der Vorstellung, das Schicksal läge vorbereitet, kommt der Glaube, es gäbe Möglichkeiten, im Voraus zumindest Andeutungen darauf zu bekommen. Dieses Konzept liegt der ganzen Mantik (Wahrsagerei) zugrunde.

Im Christentum steht anstelle der Vorstellung des Schicksals die der göttlichen Vorsehung (Geschick, Prädestination) verwendet.
Schicksal wird oft in Verbindung mit
Karma gebracht, hat jedoch mit der buddhistischen Bedeutung nichts zu tun.

 

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